19.04.2011

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wo ist der fehler?

uh, schon wieder ein post? richtig, richtig. irgendwie sind die letzten freunde jetzt offline und ich sitze schon wieder im omnibeleuchteten zimmer und philosophiere vor mich hin. wohlgemerkt nüchtern. und weil mir eben keiner mehr zuhört, nutze ich jetzt diesen blog für einen kleinen monolog. ich bin schon ein klein wenig wunderlich.
nun denn, sei's drum.
die letzten stunden beschreibe ich mit folgenden worten:

lift - drop - looping - corkscrew - bowtie - bunnyhop

keiner von euch heißt werner stengel, dessen bin ich mir bewusst. wenn ihr mit diesen spezifischen bezeichnungen nun wirklich nicht zurecht kommen solltet, spielt dies erstens keine rolle und zweitens... könnt ihr sie googeln, wenn es euch so brennend interessiert.

physik ist schon toll *hust* physik setzt grenzen, wo keiner sie will. kein limes, der gegen unendlich strebt, kein frei sein wie ein vogel etc., sondern strikte formeln, regeln und gesetze.
und unsereins setzt sich in eine konstruktion von schienen, wird mit höchstgeschwindigkeiten durch die luft geschleudert, in einen vorgefertigten kunststoffsitz gepresst, schreit, freut sich über die möglichkeiten, die diese technische wunderleistung uns bietet und empfindet ein gefühl der grenzenlosigkeit und glückseligkeit, nur weil die blöde biologie ihre finger ins spiel streckt und irgendwelche glückshormone durch unseren körper pumpt. grenzenlosigkeit... unsinn. es ist und bleibt physik.

vielleicht nicht der beste vergleich. ein neuer versuch:

du nimmst einen stift und einen leeren weißen zettel. du schreibst entweder eine notiz nieder oder du zeichnest ein bild. es ist deine entscheidung. weil... es ist dein zettel, dein stift. stimmt's?
du denkst, es liegt nur bei dir, wie der zettel letztendlich wird. doch du vergisst eines: der zettel ist begrenzt. der stift ist nur funktionstüchtig, bis die tinte leer ist.

grenzen gibt es immer.
grenzen engen uns ein und erscheinen oft endgültig.
es gibt welche, die können wir überwinden.
es gibt welche, die wurden von uns überwunden, ohne unser mitwissen.
und es gibt welche, die werden wir nie überwinden und mit denen müssen wir leben.
wir müssen es lernen.
es gibt leute die meinen: wer beginnt, seine grenzen hinzunehmen, der beginnt zu sterben. ich denke, diese leute sind nie bis zu ihren grenzen gekommen, und werden es vielleicht nie.
es ist wichtig, zu differenzieren.

ein ende ist nicht gleich ein ende.

die lehre von diesem post? ich denke zu viel.
es gibt sie irgendwo, die grenze.
vielleicht finde ich sie. vielleicht nicht jetzt. vielleicht nie.

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